
Einleitung 8 / GFC Produktkatalog 2012 Soll das Getriebe von GFC exakt ausgelegt werden, bitten wir Sie um folgende Angaben: 1. Verwendungszweck des Schneckengetriebes 2. Art der Antriebsmaschine 3. Antriebsleistung P1 in kW 4. Antriebsdrehzahl n1 in 1/min 5. Getriebe-Abtriebsdrehmoment T2 in Nm 6. Getriebe-Abtriebsdrehzahl n2 in 1/min 7. Gewünschte Gesamtübersetzung i = n1/n2 8. Ist mathematisch genaue Übersetzung erforderlich 9. Art der Arbeitsmaschine 10. Betriebsart >> gleichmäßig >> ungleichmäßig >> treten Stöße auf 11. Durchschnittliche tägliche Betriebsdauer in Stunden 12. Anlaufhäufigkeit pro Stunde 13. Einschaltdauer je Stunde ED in % (Betriebszeit unter Last) 14. Für welche Betriebsstundenzahl ist das Getriebe auszulegen 15. Umgebungstemperatur in °C 16. Besondere Aufstellungsbedingungen >> im Freien >> Staubeinwirkung >> Umgebungstemperatur >> spritzwassergeschützt Angaben für Anfragen 17. Kraftübertragung von der Antriebsmaschine auf das Getriebe 18. Liegen besondere Betriebsverhältnisse vor a) kurzzeitig hohe Momente b) zusätzlich vom Lager des Getriebes aufzunehmende Kräfte in N und deren Richtung, resultierend aus evtl. Zusatzbelastungen der Wellenenden durch Riemen-, Keilriemen-, Kettengetriebe oder Zahnräder aller Art 19. Bauform (Reihe, Betriebslage) des Getriebes (siehe Bauformübersicht) 20. Werden besondere Eigenschaften gefordert >> Angaben zur geforderten Selbsthemmung (statisch, dynamisch, unbedingt selbsthemmend aus der Ruhe) >> spielarme Verzahnung >> besonders geräuscharmer Lauf >> weitere Besonderheiten 21. Bei Getrieben mit Anschlussflansch für Motor a) Motorbaugröße b) Motorflanschdurchmesser (Zentrierung) in mm c) Motorwellenende d x l in mm 22. Welche Kupplung kommt zum Einsatz >> Wirkungsgrad Die für die Zylinderschneckengetriebe in den Leistungstabellen angegebenen Wirkungsgrade sind Durchschnitts- bzw. Richtwerte. Sie gelten für betriebswarme, gut eingelaufene Zylinderschnecken- getriebe mit Wälzlagerung, ordnungsgemäßer Schmierung und treibender Schneckenwelle bei der jeweiligen Betriebsdrehzahl unter Nennbelastung und Dauerbetrieb. Der Wirkungsgrad vergrö- ßert sich mit steigender Gleitgeschwindigkeit (vg) an der Verzah- nung (Drehzahl und Baugrößeneinfluss), mit zunehmendem Mit- tensteigungswinkel m (d. h. mit kleiner werdender Übersetzung i) und mit Verbesserung der Oberflächengüte der Zahnflanken der Schneckenwelle. Die Wirkungsgrade im Neuzustand des Getriebes liegen je nach Übersetzung erfahrungsgemäß niedriger als in den Leistungstabellen angegeben. Sie sind mit nachstehenden Fak- toren zu multiplizieren: S 40.1 – S 100.1 / SS 50.1 – SS 250.1 i (Schnecke) Faktor 4 ... 14 0,97 14,5 ... 27 0,93 ab 28 0,87 SST 97 – SST 150 i (Schnecke) Faktor 4 ... 11 0,97 13,5 ... 19,5 0,93 ab 27 0,87 Wirkungsgrade und Problematik der Selbsthemmung Ein guter Einlauf ist entscheidend für die Leistung und Lebensdau- er des Getriebes. Bei stark abweichenden Betriebsbedingungen, z.B. sehr kurzen Laufzeiten mit anschließenden langen Pausen, können die angegebenen Wirkungsgrade nicht erreicht werden. Wir bitten dann um Ihre Rückfrage. Antrieb ins Schnelle Der Wirkungsgrad ´ beim treibenden Schneckenrad (Überset- zung ins Schnelle) ergibt sich wie folgt: ´= 2- – Der Gesamtwirkungsgrad ist damit stets kleiner als bei trei- bender Schneckenwelle. Hieraus ist ersichtlich, dass mehrgängige Schnecken bedingt durch ihren günstigen Wirkungsgrad – bei GFC-Schneckenradsätzen ab 4-gängigen Schnecken – einen An- trieb von der Schneckenradseite, d. h. einen Antrieb ins Schnelle, ermöglichen. Selbsthemmung Bei Schneckengetrieben unterscheidet man zwischen statischer und dynamischer Selbsthemmung. Statische Selbsthemmung liegt vor, wenn der Anlaufwirkungsgrad A ≤ 0,5 ist. Ein Anlauf der Schneckenwelle bei treibendem Schneckenrad ist dann nicht mög- lich. Durch äußere Schwingungsanregung kann diese Selbsthem- mung unter Umständen aufgehoben, ein Anlaufen der Schnecken- welle bei treibendem Schneckenrad realisiert werden. Dynamische Selbsthemmung (Selbsthemmung aus dem Lauf) tritt dann auf, >> >> 1 >>