Müllheim, 15. November 2011
| Als Teil des Programms zur umweltgerechten Erhaltung der Lagune von Venedig verbindet das Projekt MO.S.E. (modulo sperimentale eletromeccanico) den Hochwasserschutz des Stadtzentrums mit dem Schutz des architektonischen Erbes der historischen Gebäude und dem Ökosystems der Lagune. Bewegliche Stauwehre sollen den Schutz der Lagune und deren Einwohner sichern. Durch Veränderungen des ökologischen Gleichgewichts in der Lagune ist die Zahl der „Jahrhunderthochwasser“ in den letzten Jahren enorm gestiegen. Die drei Lagunenzufahrten (siehe links) werden mit 78 Stauwehren (20 m breit und bis zu 28m lang) geschützt, die in vier Reihen auf Betonfundamenten auf dem Meeresboden befestigt sind. |
Im Normalzustand sind diese Wehre mit Wasser gefüllt und liegen flach auf dem Meeresboden.
Bei einer vorhergesagten Tide von mehr als 1,1 m werden die Tore mit Druckluft gefüllt, so dass sie sich der Reihe nach aus dem Meer heben und so einen künstlichen Damm bilden.
Schema des Sperrwerkes: A: Lagune, B: Adria, 1: Fundament, 2: Stauwehr, 3: verdichtete Luft, 4: ausgetriebenes Wasser, Quelle: I, Nerijp
Der italienische Armaturenhersteller ITALVALV hat sich bei der Automatisierung der Wehre für AUMA Antriebe der Generation .2 entschieden.
Diese wurden von ITALVALV in das Notsystem integriert, mit dem Hochleistungskugelhähne, Klappen und Ventile betrieben werden, die sowohl im Steuer- als auch im Regelbetrieb arbeiten.
Hauptgründe für die anpassungsfähigen AUMA Antriebe waren ihre Zulassung für Explosionsschutz in der Zone 2, zum Schutz gegen potentielle Methangaslecks.
Der Einsatz der Generation .2 ermöglicht eine flexible Ansteuerung: Neben redundanter Profibus DP Kommunikation auch parallel mittels analoger Signale (4 – 20 mA).
Insgesamt werden 981 ACExC/SAExC/GS Kombinationen im Rahmen des MO.S.E. Projekts installiert.